Geschichte

Die Unternehmung ALPINE SKY JETS Ltd. sowie das Terminal Nord am Flughafen Bern-Belp blickt auf eine bis zum Jahre 1944 zurückgehende Entstehungsgeschichte und Familientradition zurück.

Militärbrevet FranzGribi

Im Jahre 1944 begann Franz Gribi als einer der ersten Schweizer Militärpiloten seine zivile Aviatik-Karriere auf dem Flughafen Bern. Auf seinem ersten Propeller-Flugzeug bildete er nach Erhalt der Fluglehrerlizenz zahlreiche Unternehmer zu Privatpiloten aus. In den sechziger Jahren bekam er dann die Möglichkeit, von einem lokalen Bauern ein 14‘000 m2 grosses, sich innerhalb des Flughafenperimeters befindliches Grundstück mit Zugang zur Piste zu erwerben. Auf diesem Grundstück errichtete er in den folgenden Jahren diverse Flugzeug-Hangars, einen Flugzeug-Unterhaltswerft sowie ein Büro- und Schlungsgebäude für die neu gegründete Firma GRIBAIR AG.

Franz Gribi mit seiner Flotte 1974

In den folgenden Jahren entwickelte sich die GRIBAIR zu der grössten und erfolgreichsten Schweizerischen Flugschule mit bis zu 14 Kleinflugzeugen, auf welchen auch die ersten kommerziellen Strecken- und Alpenrundflüge ab Bern durchgeführt und zahlreiche Piloten bis zur kommerziellen Flugberechtigung ausgebildet wurden. Dies war vor Allem auch dem Einsatz von Alex Gribi als einzigem Sohn von Franz Gribi zu verdanken, welcher mit 21 Jahren bereits im Besitze sämtlicher Berufspiloten- und Fluglehrerlizenzen für Flugzeuge und Helikopter war und so die GRIBAIR massgeblich geprägt und ausgebaut hatte.

Um der zunehmenden Nachfrage im Luxusreisen-Sektor gerecht zu werden, gründete Alex Gribi im Jahre 1983 seine eigene Fluggesellschaft SKYWORK AG. Im Jahre 1989 kaufte er dann seinen ersten Business-Jet und bildete darauf als erste Schweizer Jet-Flugschule wiederum zahlreiche Berufspiloten aus. Des Weiteren fungierte er im Auftrag des Bundesamtes für Zivilluftfahrt als Sachverständiger und nahm während über 30 Jahren zahlreiche, offizielle Prüfungen ab.

Durch grossen Einsatz und aufgrund des europaweit entstandenen Bekanntheitsgrades operierte die auf dem Flughafen Bern beheimatete SKYWORK im Jahre 2000 sechs modernste Business-Jets, von welchen ein Grossteil von Alex Gribi in den amerikanischen Herstellerwerken bestellt, dort testgeflogen und nach deren transatlantischen Überflug in der Schweiz zugelassen wurden.SKYWORK 1998

Ein weiterer Meilenstein konnte im Jahre 2003 gesetzt werden, als das neu errichtete VIP Terminal resp. Abfertigungs- und Bürogebäude auf dem Terminal Nord als Ersatz des durch die Flughafen-Überflutung im Jahre 1999 stark beschädigten, ursprünglichen Büro- und Schulungsgebäude bezogen werden konnte.
Nachdem die CROSSAIR sowie andere namhafte Fluggesellschaften ihre Linienflüge ab/nach Bern aufgrund unzureichender Passagierzahlen im Jahre 2002 einstellen mussten, erlitt der Flughafen Bern mit dem Konkurs der ebenfalls in Bern beheimateten AIR ENGIADINA/KLM ALPS einen finanziellen und operationellen Stillstand.
Da sich zu diesem Zeitpunkt die Nachfrage nach Charterflügen für Reisebüros und Privatunternehmungen häufte, übernahm die SKYWORK resp. Alex Gribi einen 30-plätzigen Dornier 328 Turboprob und gründete damit die Tochtergesellschaft SKYWORK AIRLINES.

Dem in den folgenden Jahren zunehmenden Bekanntheitsgrad der SKYWORK und SKYWORK AIRLINES im In- und Ausland folgten immer mehr Transport- und Fluganfragen, was den Bedarf nach einem zusätzlichen, jedoch mehr als doppelt so grossen Flugzeuges entstehen liess. So wurde in Zusammenarbeit mit Investoren im Jahre 2008 eine fabrikneue Bombardier Dash 8 Q400 mit 72 Sitzplätzen erworben und die Unternehmung mit zusätzlich eingestelltem Flug- und Bodenpersonal weiter ausgebaut. Kurz darauf durfte die SKY WORK mit ihren rund 55 Mitarbeitern unter Teilnahme einer breiten Öffentlichkeit und Pressevertretern auf dem Flughafen Bern ihr 25-jähriges Jubiläum feiern und ihre ersten Linienverbindungen nach Rotterdam und Barcelona aufnehmen.

Im Herbst des gleichen Jahres folgte daraufhin die weltweite Banken- und Verschuldungskrise, was unmittelbar mit einer fünfzig prozentigen Abnahme der Flugzeugwerte und Passagier-Beförderungszahlen einherging. Die damit verbundenen, finanziellen Verluste waren immens und wurden von Alex Gribi persönlich gedeckt, um die vielen Arbeitsplätze der SKYWORK Fluggesellschaften und derjenigen des Flughafens und seiner Umgebung zu retten.
Innerhalb der Folgejahre nahmen die Erträge stetig ab, bis die SKYWORK Fluggesellschaften im Jahre 2010 an einem finanziellen Tiefpunkt angelangt waren und kurz vor dem Konkurs standen. Da aber Alex Gribi seinen guten Ruf bezüglich Zuverlässigkeit, Kontinuität und die unternehmerischen Tradition nicht leichtfertig aufgeben wollte, begab er sich in seinem Bekannten- und Kundenkreis auf Investorensuche. So fand er einen Investor, der trotz des finanziell maroden Zustandes die SKYWORK AIRLINES Aktien käuflich übernahm und in der Folge dem SKYWORK Flugbetrieb mit bis zu 8 Linienflugzeugen und 180 Mitarbeitern einen erneuten, nie dagewesenen Aufschwung verlieh.
Infolge der raschen Expansion der SKY WORK Fluggesellschaften nach dem wirtschaftlichen Ausscheiden von Alex Gribi verliess das Unternehmen ihr Operationszentrum auf dem Terminal Nord und bezog ein neues Geschäftsgebäude in Belp.

Um die vor bald 70 Jahren begonnene Familien-Tradition auf dem Flughafen Bern-Belp mit seinen Zwillingsöhnen Matteo und Manuel fortzusetzen, beschloss sich Alex Gribi beim Verkauf der SKYWORK Gesellschaften seinen privaten, 9-plätzigen Business-Jet weiter zu betreiben. Dazu gründete er 2011 die Fluggesellschaft ALPINE SKY JETS AG, welche unter der Leitung seiner Söhne wiederum auf dem Terminal Nord des Flughafens Bern angesiedelt wurde.

Heute betreibt ALPINE SKY JETS nach wie vor einen Business Jet vom Typ Cessna Citation Excel, agiert als Tour Operator und Vermittler von Flugzeugen aller Grössen im Charter-Bereich und operiert das VIP-Abfertigungsgebäude sowie das Terminal Nord auf dem Flughafen als FBO/Handling Agent.